1988 Der erste deutsche Daviscup-Sieg
Vorgeschichte
Deutschland marschierte
mit drei souveränen 5:0-Siegen ins Finale gegen Schweden. Diese hatten im
Viertelfinale (gegen die Tschechoslowakei) und im Halbfinale (gegen Frankreich)
einen deutlich schwierigeren Weg ins Finale. Deutschland reiste dennoch als
Außenseiter nach Göteborg, denn die Schweden hatten mit Wilander und Edberg zwei
echte Weltklassespieler in Ihren Reihen, während dieses Prädikat bei den
Deutschen lediglich auf Boris Becker zutraf. Wilander war Nummer 1 der Welt im
Einzel, Das Duo Edberg/Järryd Nummer 1 im Doppel. Dazu kam der Heimvorteil mit
der Wahl eines langsamen Bodenbelages, zu Ungunsten Beckers offensivem Spiel.
Alles sprach im Grunde für Schweden.
Resultate
Wilander – Steeb 10:8/ 6:1/ 2:6/ 4:6/ 6:8
Edberg – Becker 3:6/ 1:6/ 4:6
Edberg/Järryd – Becker/Jelen 6:3/ 6:2/ 5:7/ 3:6/ 2:6
Edberg – Steeb 6:4/ 8:6
Carlsson – Kühnen
w.o
Highlight
Der überraschende Auftaktsieg
von „Charly“ Steeb gegen den damaligen Weltranglistenersten Mats Wilander. Nach
einem 0:2 Satzrückstand kämpfte sich Steeb zurück in die Partie, wehrte sogar
einen Matchball ab. Der Druck auf Edbergs Schultern war danach zu groß und
Becker landete einen klaren 3-Satz Erfolg. Am Folgetag erzielte das deutsche
Doppel Becker/Jelen bereits die Entscheidung. Auch sie konnten einen 2-Satz
Rückstand umbiegen und damit den ersten Daviscup-Sieg für Deutschland erringen.
Später beschrieb das Team um Teamchef Niki Pilic auch den Teamgeist als
entscheidenden Faktor für diesen Erfolg.



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