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1988 Der erste deutsche Daviscup-Sieg

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Vorgeschichte Deutschland marschierte mit drei souveränen 5:0-Siegen ins Finale gegen Schweden. Diese hatten im Viertelfinale (gegen die Tschechoslowakei) und im Halbfinale (gegen Frankreich) einen deutlich schwierigeren Weg ins Finale. Deutschland reiste dennoch als Außenseiter nach Göteborg, denn die Schweden hatten mit Wilander und Edberg zwei echte Weltklassespieler in Ihren Reihen, während dieses Prädikat bei den Deutschen lediglich auf Boris Becker zutraf. Wilander war Nummer 1 der Welt im Einzel, Das Duo Edberg/Järryd Nummer 1 im Doppel. Dazu kam der Heimvorteil mit der Wahl eines langsamen Bodenbelages, zu Ungunsten Beckers offensivem Spiel. Alles sprach im Grunde für Schweden. Resultate Wilander – Steeb 10:8/ 6:1/ 2:6/ 4:6/ 6:8 Edberg – Becker 3:6/ 1:6/ 4:6 Edberg/Järryd – Becker/Jelen   6:3/ 6:2/ 5:7/ 3:6/ 2:6 Edberg – Steeb 6:4/ 8:6 Carlsson – Kühnen w.o Highlight Der überraschende Auftaktsieg v...

1995 Sampras und der Ganzkörperkrampf

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Vorgeschichte Im Finale des Davis-Cups 1995 trafen Russland und die USA aufeinander. Russland besiegte in einem hart umkämpften Halbfinale die deutsche Mannschaft. Die Deutschen führten bereits 2:0 nach Einzelsiegen von Becker und Stich, mussten sich allerdings 3:2 geschlagen geben. Auf russischer Seite holte Andrei Chesnokov den entscheidenden Punkt gegen Stich in einer wahren Schlacht mit 14:12 im 5. Satz. Da sich die Russen für einen langsamen Sandplatz als Untergrund entschieden, war lange unklar ob Sampras auf amerikanischer Seite überhaupt im Einzel aufschlagen sollte. Erst die Verletzung von Agassi entschied letztendlich über seinen Einsatz im Einzel.  Resultate Chesnokov – Sampras 6:3/ 4:6/ 3:6/ 7:6/ 4:6 Kafelnikov – Courier 7:6/ 7:5/ 6:3 Kafelnikov/Olhovskiy - Sampras/Martin 5:7/ 4:6/ 3:6 Kafelnikov – Sampras 2:6/ 4:6/ 6:7 Chesnokov – Courier 6:7/ 7:5/ 6:0   Highlight Die Auftaktpartie zwisc...

1982 McEnroe vs. Noah – Duell der Unbesiegten

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Vorgeschichte Im Finale des Davis-Cups 1982 trafen Frankreich und die USA aufeinander. Die Top-Spieler John McEnroe und Yannick Noah führten ihre Mannschaften jeweils fast im Alleingang ins Finale. Beide waren in diesem Jahr im Davis-Cup im Einzel mit einer Bilanz von 6:0 ungeschlagen, wobei McEnroe dies sogar auch im Doppel (3:0) gelang. Zudem hatten beide alles-entscheidende Punkte für ihr Land errungen: McEnroe im Viertelfinale gegen Wilander (siehe letzter Blog) – Noah im Viertelfinale gegen Lendl und im Halbfinale gegen Simpson (Neuseeland). Während die größere Erfahrung für McEnroe sprach, genossen Noah und die Franzosen Heimvorteil und entschieden sich für eine Austragung auf Sandplatz, McEnroes schlechtestem Belag. Die Auslosung ergab, dass beide bereits im Auftaktmatch aufeinandertreffen sollten, woraufhin der französische Teamcaptain Noah ins Hotel schickte um der Pressekonferenz fern zu bleiben und sich auf das Match vorzubereiten. *Anmerkung: Der Tie...

1982 McEnroe vs. Wilander – das längste Match der Davis-Cup Geschichte

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  Vorgeschichte Nach souveränen Erstrundensiegen trafen im Juli 1982 in St.Louis die USA und Schweden aufeinander. Mats Wilander war als 17-jähriger amtierender French-Open Sieger der aufgehende Stern am Tennishimmel. John McEnroe musst kurz zuvor eine schmerzliche Finalniederlage in Wimbledon gegen Jimmy Connors hinnehmen, wo er bereits 2:1 Sätze geführt hatte.   Wilander, sowie McEnroe gewannen ihr Auftaktpartien und trafen beim Stand von 2:2 im alles entscheidenden Match aufeinander. *Anmerkung: Der Tie-Break wurde im Davis-Cup erst 1989 eingeführt. Ein Satz wurde auf zwei Spiele Vorsprung ausgespielt.  Resultate McEnroe – Järryd 10:8/ 6:3/ 6:3 Teltscher – Wilander 4:6/ 5:7/ 6:3/ 6:3/ 0:6 McEnroe/Fleming – Järryd/Simonsson 6:4/ 6:3/ 6:0 Gottfried – Järryd 2:6/ 2:6/ 4:6 McEnroe – Wilander 9:7/ 6:2/ 15:17/ 3:6/ 8:6 Highlight Das epische Match zwischen McEnroe und Wilander. Der dritte Satz (15:17...

Nicolas Escudé: “Monsieur Coupe Davis” – Finale 2001 Australien vs. Frankreich

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Vorgeschichte 2001 wurde Nicolas Escudé zur französischen Davis-Cup Legende. Bereits auf dem Weg ins Finale war er der entscheidende Mann. Im Viertelfinale gegen die Schweiz schlug er zunächst Roger Federer in 4 Sätzen und holte beim Stand von 2:2 den entscheidenden Punkt mit 8:6 im 5.Satz. Damit nicht genug, im Halbfinale holte er auch die vorentscheidende 2:0 Führung mit einem 8:6 im 5.Satz. So hatte es die Mannschaft um Sébastien Grosjean, Fabrice Santoro und Cédric Pioline größtenteils Escudé zu verdanken, zum Finale nach Australien reisen zu dürfen. Dort ging man allerdings auf Rasen als Außenseiter in die Partie gegen die Australier um den damaligen Weltranglistenersten Lleyton Hewitt und Rasenspezialist Patrick Rafter. Resultate Hewitt – Escudé 6:4/ 3:6/ 6:3/ 3:6/ 4:6 Rafter – Grosjean 6:3/ 7:6/ 7:5 Hewitt/Rafter – Santoro/Pioline 6:2/ 3:6/ 6:7/ 1:6 Hewitt – Grosjean 6:3/ 6:2/ 6:3 Arthurs – Escudé 6:7/ 7:6/ 3:6/ 3:6 ...

1987 Relegation USA-Deutschland - “Initialzündung einer Erfolgsgeschichte“

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Vorgeschichte Beide Teams landeten überraschend in der Relegation nach knappen Erstrundenniederlagen in der Relegation. McEnroe, auf amerikanischer Seite, war bereits ein erfahrener Davis-Cup Held, kam allerdings aus einer 2-monatigen Wettkampfpause. Becker, als 19-jähriger, war der deutsche Hoffnungsträger, hatte aber das entscheidende Match in der Ersten Runde gegen Spanien verloren und war kurz zuvor früh in Wimbledon gescheitert. Die USA waren Favorit, da mit Tim Mayotte (damals Weltrangliste Platz 14) ein zweiter Spitzenspieler zur Verfügung stand. Dazu kam der Heimvorteil in Hartford vor 16.000 Zuschauern. *Anmerkung: Der Tie-Break wurde im Davis-Cup erst 1989 eingeführt. Ein Satz wurde auf zwei Spiele Vorsprung ausgespielt.  Resultate Mayotte – Jelen 8:6/ 2:6/ 6:1/ 3:6/ 2:6 McEnroe – Becker 6:4/ 13:15/ 10:8/ 2:6/ 2:6 Flach/Seguso – Jelen/Osterthun 6:3/ 8:6/ 14:12 McEnroe – Jelen 7:5/ 6:2/ 6:1 Mayotte – Becker 2...

Davis-Cup Highlights

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Liebe Freunde des Tennissports, In der jüngsten Vergangenheit hat sich viel rund um den Davis-Cup bewegt: Neue Strukturen (Boris als Head of Men´s Tennis), der wichtige Klassenerhalt der deutschen (dezimierten) Mannschaft, Diskussionen um Regeländerungen (Verkürzung auf Best-of-Three) und vieles mehr.  Wir möchten dabei in den nächsten Wochen einen kleinen Rückblick unternehmen, was den Davis-Cup so populär gemacht hat. Für die Jüngeren eine kleine Zeitreise zu deutlich kürzeren Hosen und Serve-and-Volley-Dominanz – für die „Erfahreneren“ ein Stück Tennisnostalgie aus den „guten alten Zeiten“. Dank YouTube gibt es natürlich jede Menge Anschauungsmaterial, was das Ganze etwas kurzweiliger macht :) Wir freuen uns auf einige schöne Rückblicke, bis im Februar 2018 dann hoffentlich neue Geschichten geschrieben werden! Euer ProSport-Reisen Team