1987 Relegation USA-Deutschland - “Initialzündung einer Erfolgsgeschichte“
Vorgeschichte
Beide Teams landeten
überraschend in der Relegation nach knappen Erstrundenniederlagen in der
Relegation. McEnroe, auf amerikanischer Seite, war bereits ein erfahrener
Davis-Cup Held, kam allerdings aus einer 2-monatigen Wettkampfpause. Becker,
als 19-jähriger, war der deutsche Hoffnungsträger, hatte aber das entscheidende
Match in der Ersten Runde gegen Spanien verloren und war kurz zuvor früh in
Wimbledon gescheitert.
Die USA waren Favorit, da
mit Tim Mayotte (damals Weltrangliste Platz 14) ein zweiter Spitzenspieler zur
Verfügung stand. Dazu kam der Heimvorteil in Hartford vor 16.000 Zuschauern.
*Anmerkung: Der Tie-Break
wurde im Davis-Cup erst 1989 eingeführt. Ein Satz wurde auf zwei Spiele
Vorsprung ausgespielt.
Resultate
Mayotte – Jelen 8:6/ 2:6/ 6:1/ 3:6/ 2:6
McEnroe – Becker 6:4/ 13:15/ 10:8/ 2:6/ 2:6
Flach/Seguso – Jelen/Osterthun 6:3/ 8:6/ 14:12
McEnroe – Jelen 7:5/ 6:2/ 6:1
Mayotte – Becker 2:6/ 3:6/ 7:5/ 6:4/ 2:6
Überraschung
Erik Jelen´s Auftaksieg
gegen Mayotte nach 2:1 Satzrückstand, vermutlich das Match seines Lebens
Highlight
Das epische Match
zwischen McEnroe und Becker. Der zweite Satz (15:13!!!) ist wohl mit der
intensivste der Davis-Cup Geschichte. Becker muss mehrmals Satzbälle abwehren.
McEnroe diskutierte in üblicher Manier mit dem Schiedsrichter. Psychospielchen
und Beleidigungen wechselten sich zwischen beiden Parteien ab. Die Halle
kochte. 3:30 sind nach zwei Sätzen gespielt, die Gesamtdauer betrug 6:21.

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